Gemeinschaftlicher Vorschlag zur Umrechnung auf Pflegegrade liegt vor

Es ist selten, dass Kassen und Trägerverbände zusammen etwas erarbeiten und vorlegen. Das Pflegestärkungs-Gesetz II macht dies nun möglich. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat gemeinsam mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) einen Vorschlag zur Umrechnung der Pflegestufen in Pflegegrade erarbeitet. 

Ziel ist es, den stationären Einrichtungen die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade möglichst einfach zu machen. Das Pflegestärkungsgesetz II bringt es mit sich, dass es künftig 5 Pflegegrade gibt statt wie bisher 3 Pflegestufen. Zudem soll der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff dafür sorgen, dass demenziell erkrankte Versicherte im System der Pflegeversicherung künftig besser gestellt sind als bisher. 

Vdek und bpa möchten, dass die stationären Einrichtungen das Umstellungs-verfahren möglichst reibungslos über die Bühne bringen können. Zudem soll das Verfahren schnell und effizient sein. Dazu schlagen vdek und bpa eine bundeseinheitliche Formel vor, mit dem die Umstellung der Pflegesätze dargestellt werden kann (die Finanzierung von Altenheimplätzen richtet sich größtenteils nach der bisherigen Pflegestufe, Anm. der Redaktion). 

Damit soll erreicht werden, dass sich der Verwaltungsaufwand für die stationäre Pflege reduziert. Zudem würden die Vertragspartner – Leistungserbringer und Kostenträger – von einer hohen Transparenz und Verlässlichkeit profitieren. Darüber hinaus betonen beide Verbände, dass durch das vorgeschlagene Vorgehen eine zügige Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben aus dem Pflegestärkungs-Gesetz II sichergestellt werden kann. 

Beide Parteien stellen weitere Vorteile heraus. So sollen Entgelte und Personalvereinbarungen länderspezifisch vereinbart werden. Dazu kann die vom vdek und bpa entwickelte Umrechnungsformel genutzt werden. Diese können Sie unter www.vdek.com herunterladen. In diese Tabelle tragen Sie als stationäre Einrichtung einfach Ihre Daten wie Bewohner, Pflegestufenverteilung usw. ein. Als Ergebnis erhalten Sie eine Umrechnung von Pflegestufen auf Pflegegrade sowie eine Umrechnung der personellen Ausstattung.