DBfK macht sich für Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes stark

Überstunden, zu knappe kurze Wechsel, keine Pausen und Sonn-/Feiertagsarbeit ohne Ende. Durch chronischen Personalmangel in Verbindung mit immer wiederkehrenden Arbeitsspitzen kommt es immer wieder zu Verstößen gegen die einschlägigen Gesetze. Der Deutsche Berufsverband für Pflegekräfte hat nun eine Initiative zum Schutz der Pflegekräfte gestartet. 

Dem Verband geht des dabei auch im die Verlässlichkeit von Dienstplänen. Das sollte natürlich auch im Sinne der Arbeitgeber sein, denn neben Geld sind verlässliche Arbeitszeiten ein wesentliches Kriterium, bei einem Träger zu bleiben – oder eben zu wechseln. Der DBfK lässt seine Initiative übrigens unter dem Motto „Mein Recht auf Frei“ laufen. 

Diese soll über mehrere Monate laufen und ist durch drei Schwerpunkte gekennzeichnet: 

  • Gesichertes, respektiertes Dienstfrei
  • Verlässlicher Dienstplan
  • Einhalten von rechtskonformen Pausenzeiten 

Zu bedenken ist, dass es sich hier eigentlich um Selbstverständlichkeiten handeln sollte.

Das es das nicht ist, liegt auf der Hand. Die Gründe sind klar: Die Personalbemessung in ambulanten und stationären Einrichtungen ist seit Jahren ungenügend. Das führt dazu, dass bei Arbeitsspitzen und Krankheitswellen stets ein Notprogramm anläuft, um die Dienste zu sichern. So kommt es unweigerlich zu Verstößen gegen die gesetzlichen Bestimmungen. Ferner ist dann der Dienstplan das Papier nicht mehr wert, auf dem er steht.

Die Präsidentin des DBfK, Christel Bienstein, bringt es auf den Punkt: Sie sagt, dass gute Arbeitgeber darauf wert legen, dass sich die Mitarbeiter auf ihre Freizeit und Pausenregelungen verlassen können. Reduzierte Krankheitsmeldungen und steigende Motivation sind dann die positiven Ergebnisse dieser Anstrengungen.

Der DBfK will sich bei seiner Initiative an Arbeitgeber und Führungskräfte wenden. Bienstein erhofft sich unter anderem, dass diese über so genannte „Best-Practice“-Beispiel berichten. Im Idealfall die Beispiele, die sich in der Praxis bewährt haben. Die Redaktion empfiehlt Frau Bienstein ferner, sich mit ihrer Initiative auch an die Mitverursacher der Personalmisere zu richten – nämlich Politik und Kassen.