Rheinland-Pfalz sieht Nachteile in einer Pflegekammer

Die Arbeitgeberverbände in Rheinland Pfalz gehen mit rigorosen Schritten gegen eine Pflegekammer in ihrem Land  vor. Für Landesgesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) steht sie jedoch an erster Stelle.Zwischen dem Landesgesundheitsminister und dem Arbeitgeberverband herrscht eine mehr als angespannte Stimmung.

Alle Pflegekräfte, welche sich gegen die Zwangsmitgliedschaft oder- Beiträge aussprechen, bekommen von den Arbeitgeberverbänden juristische Unterstützung. Sie scheuen sich auch nicht in diesem Prozess auch bis zur obersten Instanz zu gehen. 

Der Verband versuchte sogar seine Teilnahme an der Gründungskonferenz der Pflegekammer juristisch zu erzwingen, was jedoch vom Verwaltungsgericht Mainz abgewiesen wurde 

Die Arbeitgeberverbände sehen in der Pflegekammer nur Nachteile: 

  • 120 Euro an jährlicher Mitgliedsgebühr, die wiederum durch eine Gehaltserhöhung durch den AG ermöglicht werden muss
  • Vermehrter Bürokratieaufwand und ein Personalbedarf von 30-40 Mitarbeitern für die Pflegekammer
  • Zusätzliche Gelder für Veranstaltungen und Aktionen sowie Kosten für die Räumlichkeiten der Kammer
  • Die Arbeitgeber sehen in der Pflegekammer eine Art Placebo – die sich nur fadenscheinig um Belange wie Tarife, Ausbildung, oder zusätzliche Altersvorsorgen einsetzen würde.

Die Interessen von mehr als 30 bekannten Unternehmensgruppen in der Pflegewirtschaft werden bundesweit vom Arbeitgeberverband Pflege vertreten.