Plan des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegereform

Ein wenig kommt Bewegung in die angedachten Reformen zur Pflege. Es ist zwar nicht der erhoffte große Wurf – aber mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Immerhin aber zeigt sich am Horizont eine nennenswerte Änderung der bisherigen Pflegestufen. 

Aus einer Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegereform gehen ein paar kleinere Leistungssteigerungen hervor. Die Koalition hat sich hierfür folgendes zum Ziel gesetzt: 

  • Ab 2015 Anhebung der Pflegeleistungen um 4 Prozent, ca. 890 Millionen Euro
  • Anlegen eines Vorsorgefonds für die Zeit ab 2035, hier sind 1,2 Milliarden Euro vorgesehen
  • Anheben des Beitragssatzes ab 2015 von 2,05 Prozent, bzw. 2,03 Prozent bei Kinderlosen um 0,3 Prozent.
  • 510 Millionen  Euro soll in die Betreuung in Pflegeheime investiert werden
  • Davon sollen qualifizierte Kräfte für die Beschäftigungsangebote der Demenzkranken von 24.000 auf 45.000 aufgestockt werden
  • Für den Ausbau der ambulanten Pflege werden 290 Millionen Euro investiert
  • Zusätzlich zur bisherigen zehntägigen Pflegeauszeit für Pflegende Angehörige soll es in Zukunft auch Lohnersatz geben 

Zudem sollen laut Josef Laumann die bisher drei Pflegestufen bis zum 1.Januar 2017 auf fünf Stufen der Pflegebedürftigkeitsgrade erweitert werden. Somit sollen auch Wahrnehmungseinschränkungen und Einschränkungen  des Bewusstseins in die Pflegeeinstufung mit einfließen und pflegebedürftig machen.