Neues Pflegeneuausrichtungsgesetz

Seit dem  01. Januar 2014 gilt die neue Vorschrift zur Kooperation mit Ärzten in stationären Einrichtungen. Dies ist eine der Auswirkungen des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes. Von Entbürokratisierung keine Spur – zieht doch diese Anforderung nur noch mehr Schreiberei nach sich. 

Laut dieser Vorschrift sind nun vollstationäre Pflegeeinrichtungen seit dem 1. Januar 2014 verpflichtet, die Landesverbände der Pflegekassen unmittelbar nach einer Regelprüfung darüber zu informieren, wie die ärztliche, fachärztliche und zahnärztliche Versorgung sowie die Arzneimittelversorgung in den Einrichtungen geregelt sind. 

Sie müssen auf folgendes hinweisen: 

  • Abschluss und Inhalt der geschlossenen Kooperationsverträge
  • Integration der Einrichtung und Ärztenetze ( Ärzte, Fachärzte und Zahnärzte)
  • Abschluss und Vereinbarung mit den Apotheken 

Für Angehörige die einen Pflegeplatz suchen, können diese Kriterien ein ausschlaggebender Grund für die Wahl des Heimplatzes sein.

Von den Pflegekassen muss sichergestellt werden, dass diese Informationen kostenfrei in einer Übersicht zum vergleichen in das Internet gestellt werden. 

Fragt sich nur wo hier die geplante Entbürokratisierung für die Pflegeeinrichtungen geblieben ist? Wir berichteten bereits im letzten Jahr, dass der ganze Papierirrsinn in der Pflege fast 2,5 Milliarden Euro im Jahr verschlingt. 

Es keimt so immer mehr der Verdacht auf, dass seitens der Kassen bewusst immer höhere bürokratische Hürden für die Finanzierung von Regelleistungen aufgebaut werden – um dann eiskalt zu kürzen, wenn nicht jedes kleine Detail dokumentiert ist.