Homosexualität in Pflegeheimen

Das Qualitätssiegel Roze Loper, in den Niederlanden schon lange bekannt, soll nun auch in Deutschland bekannt und verbreitet werden. Grund dafür; die Einrichtungsbetreiber und deren Personal sollen für den Umgang mit Homosexuellen Pflegebedürftigen sensibilisiert werden.  

Nun sorgte der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe mit der Initiative Regenbogenpflege schon für einen Start um eine Plattform zu schaffen. Ziel der Initiative Regenbogen ist es für dieses Thema sensibel zu machen, Informationen zu geben, aber auch einen regen Austausch zu ermöglichen. 

Für homosexuelle Menschen ist es schwierig, im Pflegeheim damit offen umzugehen. Denn früher erfuhren sie meist  nur Ausgrenzung und Diskriminierung und befürchten diese Situation auch im Heim wieder erleben zu müssen. 

Gerade aufgrund einer heutzutage geforderten individuellen Betreuung, welche sich an Biografie und Lebenssituation orientieren sollte, muss sich auch vermehrt mit diesem Thema auseinandergesetzt werden. Wie gehen wir im Alltag mit Homosexuellen Pflegebedürftigen um? Egal ob schwul oder lesbisch, vielleicht haben auch Sie als Pflegekraft oder Leiter einer Institution unbegründete Sorgen oder Vorurteile?  

Bei der Fachtagung im November 2013 wurden  bereits konkrete Ansätze und Projekte zu diesem Thema vorgestellt um die Situation für Homosexuelle in Pflegeheimen zu verbessern. Es kristallisiert sich auch heraus, dass die alleinige Tatsache sich mit diesem Thema zu beschäftigen, schon zu angenehmeren Lebenssituationen im Heim führte. 

Eine offene Position gegenüber Homosexualität in den Einrichtungen könnte sich durchaus sogar positiv auf eine Belegungssteigerung oder die Personalgewinnung auswirken, wie die Projektarbeit auf der Fachtagung zeigte.