Entbürokratisierung der Dokumentation lässt auf sich warten

Wir berichteten bereits darüber. Den Altenpflegern soll nun mit einer Vereinfachung des bürokratischen Aufwandes Erleichterung im Berufsalltag verschafft werden. Viele Pflegende beklagen sich über den hohen Dokumentationsaufwand, der manchmal kaum noch zu bewältigen ist. Als Folge bleibt immer weniger Zeit für die Pflegebedürftigen 

Aber leider werden hier alle noch etwas Geduld haben müssen. Unter der Aufsicht von Elisabeth Kirch, der Ombudsfrau für Entbürokratisierung in der Pflege, entstand nun erstmal eine Studie, in welcher die einfacheren Verfahren im Praxisalltag getestet werden. 

Beteiligte an der Studie waren 26 stationäre Pflegeeinrichtungen und 31 ambulante Dienste. Diese Einrichtungen hatten Modellbögen für das einfachere Dokumentationsverfahren im Alltag getestet. Bis es hierzu stichhaltige Ergebnisse geben wird und das Verfahren flächendeckend eingeführt ist, kann jedoch noch viel Zeit ins Land ziehen. Sprich mehrere Jahre. 

Laut Florian Lanz, Sprecher des Kassenverbandes, geht es noch darum, die richtige Dosierung zu finden zwischen wichtiger und zumutbarer Dokumentationsmenge und wirklich überflüssiger Dokumentation. 

Wenn es beispielsweise um einen vorliegenden Dekubitus bei einem Pflegebedürftigen geht ist es absolut klar, dass der nachfolgende Dienst in der Dokumentation darüber informiert sein muss. Ob aber der Irrsinn wie die Benennung der zu verwendenden Seife bei der Grundpflege oder die Beschreibung einer leichten Gesäßbewegung endlich aufhört, bleibt abzuwarten.

So lange bleibt der Begriff „Entbürokratisierung“ nicht mehr als eine hohle Floskel.