Ambulante Pflegedienste bekommen höhere Vergütung

In Berlin konnten sich die Verbände ambulanter Pflegedienste nun mit den Kostenträgern einigen. Sie bekommen nun ab April mehr Vergütung.

Die bereits im Dezember 2013 eingereichten Schiedsanträge wurden nun zurückgezogen. 

Die Rahmenvereinbarung mit den Kostenträgern sieht eine Erhöhung von 4 Prozent vor. Etwa 80 Prozent der 600 Pflegedienste in Berlin haben dieser Rahmenvereinbarung bereits zugestimmt. 

Mit dieser Entscheidung sollen unter anderem die Leistungen der ambulanten Pflegekräfte verbessert werden und somit auch Wertschätzung den Pflegekräften gegenüber entgegengebracht werden. 

Die Vergütungssteigerung kostet den Berliner Haushalt rund 12 Millionen Euro und soll überwiegend den Beschäftigten zugute kommen.

Dies wird mit einem Transparenzbogen überprüft. In diesem sollen die Pflegedienste Angaben zu den Gehältern ihrer Angestellten machen. Diese Informationen werden wiederum in die Vergütungsvereinbarungen für 2015 einfließen. 

Weiterer Inhalt der Vereinbarungen ist, dass Praxisanleiter für ihre Ausbildungstätigkeit von der Pflege freigestellt werden sollen. Eine Einigung zur Vergütung für diesen Bereich konnte jedoch noch nicht erzielt werden. 

Kritisch wird das Ganze noch vom Sprecher der Pflegedienstverbände Hans-Joachim Wasel vom Caritasverband gesehen. Denn die Grundlohnsumme ist seit 2011 um 6,28 Prozent gestiegen. Die nun vereinbarte Steigerung auf das Gesamtjahr 2014 umgerechnet stelle gerade einmal die Hälfte dar. Dennoch hofft er, dass sich die Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege drastisch verbessern werden.