Aktueller Status aus den Tresoren der Krankenkassen

Gerade ambulante Pflegedienste und deren Patienten können davon en Lied singen: Leistungen, die den Versichernten eigentlich zustehen, werden frech verweigert oder zusammen gekürzt. Manche Krankenkassen machen sich einen regelrechten Sport daraus, medizinisch notwendige Leistungen eiskalt abzulehnen. Diese Politik führt im Umkehrschluss zu Milliardenüberschüssen. 

Die Finanzlage der Krankenkassen ist so weiterhin sehr gut. Hat sich doch der Überschussbetrag aus 2013, auch wenn es weniger  als 2012 war, auf ca. 1,2 Milliarden Euro belaufen.

Laut Medienberichten können die Krankenkassen derzeit mit folgenden Zahlen aufwarten:

  • Reservegelder von 13,6 Milliarden alleine im Gesundheitsfond
  • Insgesamte Reserven von 16,4 Milliarden Euro
  • Die Reserven im letzten Jahr betrugen 13 Milliarden bei gleichzeitigen Kosten von 190 Milliarden Euro
  • Wegen der guten Finanzlage konnten die Steuern um 2,5 Milliarden Euro gesenkt werden.
  • Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble möchte deswegen den Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds noch dieses Jahr um weitere 3,5 Milliarden kürzen - 2015 noch einmal um 2,5 Milliarden mehr
  • Dies könnte jedoch höhere Belastungen für die Arbeitnehmer bedeuten 

Insgesamt Schnitt im Gegensatz zu den Ersatzkassen die AOK am besten ab.

Sie hatte einen Überschuss von ca. einer Milliarde Euro. Die Ersatzkassen lagen bei der Bilanz  im Minus, was sich durch die hohen Prämienzahlungen an deren Mitglieder begründen lässt. 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe schlägt vor, den Arbeitnehmern Erleichterungen zu verschaffen. Die Krankenkassen sollen in ihrem eigenen Ermessen, je nach Finanzlage, Zusatzbeiträge festlegen dürfen. Dafür soll der einheitliche Sonderbeitrag für Arbeitnehmer noch in diesem Jahr gestrichen werden.