Wohlfahrtsverbände im Fadenkreuz der Monopolkommission

Die Wohlfahrtsverbände sind im Visier der Monopolkommission. Zu den Wohlfahrtsverbänden werden z.B. die Caritas, die Diakonie aber auch das Deutsche Rote Kreuz gezählt. Im Rahmen eines Hauptgutachten der Kommission erwägen die Wissenschaftler, bei Caritas, Diakonie und Co. ein wenig genauer hinzuschauen. 

Der Generalsekretär der Monopolkommission, Dr. Klaus Holthoff-Frank, äußerte sich jüngst gegenüber Pressevertretern, dass man die Wohlfahrtspflege im neuen Hauptgutachten einer Prüfung unterziehen möchte. Diese Hauptgutachten werden generell alle 2 Jahre von der Monopolkommission erstellt. 

Schon im Jahre 1998 wurde die Sozialbranche in diesem Rahmen genauer untersucht. Schon damals wurde seitens der Kommission bemängelt, dass die Arbeit der Sozialverbände durch ein kartellähnliches Erscheinungsbild geprägt sei. Konkret wurden 

  • Ein schwer überschaubares Finanzierungssystem
  • Damit verbundene Intransparenz
  • Sowie Fehlentwicklungen 

bemängelt. 

Das nächste Gutachten der Monopolkommission soll im nächsten Jahr erscheinen. Die Kommission besteht übrigens aus 5 Mitgliedern. Diese setzen sich aus 3 Unternehmensvorständen, einem Wirtschafts- sowie einem Rechtswissenschaftler zusammen. Seitens der Redaktion sind wir mal gespannt, was in dem Gutachten drinstehen wird. 

Aus unserer Sicht ist es schon erstaunlich, dass in einem nahezu planwirtschaftlichen Gewerbe die Monopolkommission Witterung aufnimmt. Nachdem insbesondere die Pflege schon nicht den besten Ruf genießt, kommt dieser Bericht zur Unzeit.