Was blüht den studierten Pflegekräften?

Studierte Pflegekräfte haben es nicht immer einfach - oder? Haben diese nicht doch meist eine Tätigkeit, die fern ab von den alten Menschen und Patientenbetten in einem sauberen Büro am Schreibtisch stattfindet. Die meisten akademisierten Pflegefachkräfte sind schließlich im Managementbereich, in der Forschung oder im Lehrbereich tätig. Nur leider kommt von diesem akademischen Fachwissen noch zu wenig effektiv beim Patienten bzw. unseren Pflegekunden an. 

Dieses Thema ist dieser Tage Schwerpunkt des Hamburger Gesundheitspflege-kongresses. Hier wird nun der Studiengang der Advanced Nurse Practicioners der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAP) vorgestellt.

Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern, wo sich dieser Studiengang bereits stark etabliert hat, bewegt sich dieser in Deutschland noch auf sehr unbekannten Terrain. 

Aufgabe und Ziel der Advanced Nurse Practicioners APN) soll es sein, dem Patienten mit seiner Krankheit im Alltag zu unterstützen sowie sämtliche Versorgungsprozesse zu steuern z.B. bei Patienten mit chronischen oder komplexeren Krankheitsbildern. 

Laut einer OECD-Studie, soll der Einsatz von diesen Pflegeexperten den Zugang zu den Leistungen des Gesundheitsdienstes verbessern und Wartezeiten verringern. 

Uta Gaidys, Professorin für Pflegewissenschaft an der HAW erläuterte zudem auch Vorteile im Bereich der Qualität und die Auswirkungen beim Weaning beatmeter Menschen - mit einer verkürzten Weaning-Prozedur, sinkender Pneumonierate und einer kürzeren Liegedauer wenn das Weaning von den ANP begleitet wird wie aktuelle Studien belegen können. 

Aktuell wird über die rehabilitative Versorgung von Menschen mit Amputationen, Diabetes oder peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten geforscht. Denn auch jene Patienten sind gerade im Bereich der Langzeitversorgung nicht gut beraten und mit ihren Entscheidungen genügend in eine medizinische Therapie eingebunden. Auch hier versprechen die Pflegeexperten Abhilfe.