Sterne statt Papiernoten

Es gibt eine Alternative zu den Pflegenoten – die so genannten Seniorensterne. Diese Seniorensterne, eine Initiative der Kliniksterne GmbH in Aschheim bei München, haben sich zum Ziel gesetzt, durch die Vergabe von drei, vier oder fünf Sternen transparent zu machen, welche Servicequalität eine Pflegeeinrichtung zu bieten hat. Der Prüfkatalog zielt dabei deutlich auf die Ergebnisqualität ab. 

Wie schon bei Hotels und Restaurants sollen nun auch Seniorenheime Sterne bekommen. Das Unternehmen Kliniksterne GmbH führt die Bewertung der Seniorenheime mit Hilfe eines Prüfkataloges durch, der 427 Punkte umfasst. Anstatt wie der MDK stur Papier zu prüfen, legt der Katalog viel mehr Wert auf die Ergebnisqualität. 

Im Einzelnen werden z.B. folgende Bereiche untersucht: 

  • Ambiente der Räumlichkeiten
  • Atmosphäre beim Essen
  • Pflege
  • Physiotherapie
  • Verpflegung 

Im Einzelnen werden dabei Aspekte untersucht, die unmittelbar auf den Pflegekunden einwirken. Zum Beispiel den ersten Eindruck überhaupt am Empfang, das Eingehen auf individuelle Wünsche oder Aussehen und Temperatur des Essens. Der stellvertretenden Geschäftsführerin von Kliniksterne GmbH geht es dabei vor allem darum, wie es dem Menschen wirklich geht – also wie die Dienstleitungen auf den Einzelnen wirken. 

Bei der Prüfung an sich werden nicht einfach Formulare abgehakt, sondern es wird undercover geprüft. Beim „Mystery Check“ wird die wahrgenommene Servicequalität zum Beispiel durch einen angeblich interessierten Angehörigen überprüft. Darüber hinaus werden Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige befragt. Die gesamten Ergebnisse werden anschließend ausgewertet. 

Aus Sicht der Redaktion kann dieser Weg eine interessante Alternative zu den papierlastigen „Pflegenoten“ sein.