Spezialabteilungen im Ministerium sollen für sichere Pflege sorgen

In Bayern soll es nun Veränderungen bei der Neuorganisation des Ministeriums für Gesundheit und Pflege geben. Ministerin Melanie Huml erläuterte dass die Altenpflege mehr und mehr zum aktuellen Thema wird. Auch private Trägerverbände mischen sich nun in das Thema ein. 

Einer der Hintergründe für die anstehende Reorganisation ist die Tatsache, dass bereits heute jede Familie für sich schon Erfahrungen mit dem Thema Altenpflege  machen konnte. Folgende Zahlen belegen dies: 

  • 180:000 Menschen werden bereits in Heimen und von ambulanten Pflegedienstanbietern betreut von insgesamt rund 300.000 pflegebedürftigen Menschen.
  • 170.000. Menschen sind demenzkrank in Deutschland
  • Bis 2030 werden die pflegebedürftigen Menschen rund eine halbe Million betragen 

Um diesen Umständen gerecht zu werden fordert der Trägerverband bpa nun die Einrichtung spezialisierter Abteilungen im Ministerium für Gesundheit und Pflege. 

Deswegen soll eine weitere wichtige Aufgabe von Melanie Huml auch sein, sich um weiteren Nachwuchs an Pflegepersonal zu kümmern, um den drohenden Versorgungsnotstand in der Altenpflege noch rechtzeitig abzuwenden. Dafür soll auch die Möglichkeit der Zuwanderung erleichtert werden, ausländische Berufsabschlüsse sollen eher anerkannt werden. 

Aus Sicht der Redaktion ist die Landespolitik in Bayern generell mal einen guten Weg gegangen: Allein die Einrichtung eines Ministeriums, welches den Namen „Pflege“ in sich trägt, stellt die Bedeutung des Themas in der Öffentlichkeit noch einmal besonders heraus.