Neue Budgets für Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Der Reformstau in der Pflege betrifft nicht nur hilfebedürftige Senioren und Versorgungsformen wie die klassische ambulante und stationäre Pflege. Er macht ebenfalls nicht Halt vor anderen pflegebedürftigen Personengruppen sowie anderen Versorgungsformen wie die Kurzzeit- und Tagespflege. 

In Magdeburg fand nun die bereits 90. Arbeits- und Sozialministerkonferenz ASMK statt. Hier trafen sich die zuständigen Arbeits- und Sozialminister der Länder, um über den erheblichen Reformbedarf zu sprechen. 

Im Mittelpunkt stand hier die Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Dies ist recht überraschend, geht es in der öffentlichen Debatte oft eher um rein ambulante bzw. stationäre Versorgungen. Unter anderem stand auch die eventuelle Einführung eines Teilhabegesetzes in Magdeburg zur Debatte. 

Die Minister kamen zu den Ergebnissen, dass empfehlenswert sei, ein Budget einzuführen, welches flexibel genutzt werden kann.

Auch die staatlichen Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen müssen neu geordnet werden, um eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 

Eine der wichtigsten gesellschafts- und sozialpolitischen Aufgaben für die neue Legislaturperiode wird die Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes sein.

Dieses soll Menschen mit Behinderung aus dem Fürsorgesystem der Sozialhilfe herausführen und gleichzeitig die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zu einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Teilhabeleistung weiterentwickeln.