Mehr als jede zweite pflegebedürftige Person ist übergewichtig

Schlechte Nachrichten für die Wirbelsäulen Ihrer Pflegekräfte: Eine aktuelle Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) verdeutlicht Mangel an frühzeitigen Kontrollen bei Gewichtsproblemen. Demnach sind über 50% der ambulant gepflegten Personen übergewichtig, 25% sogar fettleibig. 

Insgesamt wurden bundesweit knapp 900 Pflegebedürftige befragt. Als Ergebnis der Befragung kam heraus, dass die pflegerische Beratung und Prävention hinsichtlich Übergewicht verstärkt werden muss. Dies soll dazu führen, das Gesundheitsrisiko für pflegebedürftige Menschen zu senken. 

Allerdings hat die Studie auch einen anderen gefährlichen Trend zutage gefördert. So sind laut der ZQP deutschlandweit auch 10 % der ambulant versorgten Pflegekunden mangelernährt. Bei der Hälfte der betroffenen Kunden wurden keine Gewichtskontrollen durchgeführt und bei über 40% keine pflegerische Beratung angeboten. 

Mehr denn je sind also die ambulanten Dienste gefragt, Ernährungsrisiken der Kunden im Blick zu haben. Und zwar nicht nur das Kachexierisiko, auf das sich der MDK fixiert, sondern genauso auf das Risiko massiver Gewichtszunahmen. Damit es nicht nur den Kunden, sondern auch den Rücken der Mitarbeiter besser geht. 

Stichwort Beratung: In der Befragung gaben fast die Hälfte  der gefährdeten Pflegebedürftigen an, weder einen intakten Zahnstatus noch eine intakte Prothese zu besitzen. Das ZQP hat als Beitrag zur Verbesserung dieser Problematik einen Ratgeber für Betroffene erstellt. Dieser ist als E-Book unter www.zqp.de veröffentlicht worden. Möglicher Weise hilft Ihnen dieser Ratgeber auch in Ihrer täglichen pflegerischen Beratungspraxis Ihrer Pflegekunden. 

Weitere Informationen zur aktuellen ZQP-Studie finden Sie zudem auf eap.zqp.de