Kommt die Rettung für Deutschlands Pflegesystem nun aus China?

Frohe Nachrichten zur besinnlichen Zeit erreichen uns aus dem Südwesten der Republik. Es scheint einen weiteren Lichtblick zu geben, wie unser Fachkräftemangel, von aktuell 20.000 fehlenden Pflegekräften – im Südwesten- geschönt werden kann. 

Die Rettung kommt hierbei scheinbar aus China. Der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtverbandes, Hansjörg Böhringer kündigte die Neuigkeiten in Stuttgart an. Nach Osteuropa und Thailand nun also das Reich der Mitte. 

In China, wo seit eh und je, die junge Generation die alte Generation versorgt hat, bricht das Gesundheits- und Pflegesystem langsam auch ein. Eine Pflegereform soll ins Leben gerufen werden, um gegenzusteuern. Beide Länder müssen sich also auf zunehmende Alterung der Gesellschaft einstellen. 

Nun sollen 150 Azubis aus China, die bereits eine Krankenpflegeausbildung absolviert haben nach Deutschland kommen. Bei uns sollen sie im Südwesten dann eine Ausbildung in der Altenpflege absolvieren. Der theoretische Unterricht findet voraussichtlich in einer Altenpflegeschule im Schwarzwald statt, der praktische Teil in entsprechenden Einrichtungen.

Parallel dazu müssen aber auch die Deutschkurse besucht werden

Mit von der Partie ist auch das 1990 gegründete und in Stuttgart ansässige Deutsch-Chinesische Sozialwerk, dass sich ab dem 01.01.2014 um die Integration der chinesischen Azubis kümmern soll. 

Eigentlich soll sich das Modellprojekt grundlegend von bisherigen Aktionen unterscheiden. Schon oft wurden Leute aus dem Ausland angeworben um bei uns den Fachkräftemangel mitaufzufangen. In diesem Projekt ist angedacht, die chinesischen Kräfte hier auszubilden, damit diese in ihrem Heimatland den dortigen Mangel beheben helfen können. So sollen sowohl China als auch Deutschland profitieren.