HKP: Selbstverwaltung einigt sich endlich auf Bundesrahmenempfehlung

Endlich kam es zu einer Einigung in der Häuslichen Krankenpflege (HKP):
Seitdem im Jahr 1997 die damals neue Gesetzesregelung in Kraft getreten ist, ist es nun den Verbänden der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und der Selbstverwaltung im SGB V sowie den obersten Trägern der Pflegediensten gelungen sich auf eine einheitliche Bundesrahmenempfehlung nach §132a SGB V zur HKP zu einigen. 

Nach jahrelangem Abwarten wurde durch diese Empfehlungen nun doch Handlungsfähigkeit bewiesen. Jetzt müssen diese Empfehlungen aber laut dem Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) nur noch umgesetzt werden. 

Der Schwerpunkt wurde auf folgende problematische und häufige Themen aus der Praxis gelegt: 

  • der Einsatz der Altenpflegekräfte als Pflegedienstleitung,
  • Anzahl und Beschäftigung von Pflegedienstleitung und Stellvertretung,
  • das Verordnungs- und Genehmigungsverfahren von Leistungen
  • das Abrechnungs- und Datenträgeraustauschverfahren.
  • Anerkennung und Gleichstellung der Altenpflegefachkräfte als Pflegedienstleitung
  • Berücksichtigung von Heilerziehungspflegern bei Spezialdiensten
  • sowie die deutliche Entschlackung des Abrechnungsverfahrens 

Letzteres soll insbesondere durch die Klarstellung der Verantwortlichkeiten im Genehmigungsverfahren kommen: Hier ist nicht der Pflegedienst für die Übermittlung von Dokumenten verantwortlich. Außerdem wurde die Zahlungsverpflichtung der Krankenkassen geklärt, wenn diese dem Pflegedienst noch keine Genehmigungsnummer übermittelt haben.

Die Verhandlungspartner hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, zunächst die praxisrelevanten Themen der häuslichen Krankenpflege aufzugreifen und anschließend weitere Regelungsinhalte der Bundesrahmenempfehlung zu verhandeln und sukzessive weiterzuentwickeln.