Freiberufliche Pflegekräfte leisten Widerstand gegen die Rentenversicherung

Sämtliche Pflegeeinrichtungen suchen nach vielen Möglichkeiten, die Personalknappheit zu besiegen. Auch die Methode freiberufliche Pflegekräfte zu beschäftigen bleibt nicht ungenutzt . Auf diese Weise können kurzfristige Personalausfälle eliminiert werden. Leider aber ist der Einsatz solcher Freiberufler nicht ganz ohne Risiko. 

Auch im Intensivbereich, wie OP, oder in der Anästhesie haben Pflegefachkräfte durch die Selbständigkeit einen für sich passablen Arbeitsweg gefunden.

Viele festangestellte Kräfte drohten bereits mit dem Ausstieg, aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen.. 

Laut  § 77 SGB XI ist es legal, als Freiberufler bzw. Selbständiger pflegerische Tätigkeiten ausüben zu dürfen. 

Allerdings tragen die Freiberufler auch eventuelle Risiken beachten wie z.B. 

  • Lohnausfall bei Krankheit
  • Drohende Auftragslücken
  • Fehlende rechtliche Absicherung
  • Unternehmerische Risiken
  • Fehlende Absicherung der Altersvorsorge 
     

Nun sind die Freiberufler ins Visier der Deutschen Rentenversicherung (DRV) geraten. Diese verunsichert mittlerweile die Arbeitgeber mit Scheinprüfungen und Prüfungen durch den Zoll bei ambulanten Pflegediensten. Folglich werden immer weniger Selbständige beschäftigt. 

Ob diese Scheinprüfungen wirklich einen Sinn ergeben, ist sehr fraglich. Befinden sich die Pflegekräfte zu den Prüfungszeiten ja in der Regel arbeitend am Patienten und seltenst im Pflegedienstbüro. Gewollt ist jedenfalls ein Druckaufbau gegenüber Pflegeeinrichtungen und Freiberuflern seitens der DRV. 

Der deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) wehrt sich nun strikt gegen diese Einschränkungen, die von der DRV vorgenommen werden sollen.

Statt mehr Festanstellungen würden diese Einschränkungen wohl eher zu ansteigenden „Komplettaussteigern aus Pflegeberufen“ führen. 

Bleibt zu hoffen, dass es für die Freiberufler eine breite Unterstützung aus unserer Branche gibt. Schließlich retten diese oft genug den Dienstplan, wenn sonst nichts mehr geht.