Franchise-Unternehmen auf dem Vormarsch

In der stationären Pflege sind die Konzentrationsbewegungen überall spürbar. Die Altenheimketten wuchern quer über das Land. Auch im ambulanten Bereich sind Konzentrationen feststellbar. Seien es eher kleine, regionale Zusammenschlüsse oder bundesweit agierende Intensivpflegedienste. Nun kommt eine weitere Form hinzu: Das Franchisesystem kann für den einen oder anderen Anbieter ambulanter Pflege eine Alternative sein. 

Vor allem in Nordrhein-Westfalen macht ein amerikanisches Franchiseunternehmen den alt eingesessenen ambulanten Diensten Konkurrenz. In mehreren Fillialen, die quer über das bevölkerungsreichste Bundesland verstreut sind, werden haushaltsnahe Dienstleistungen angeboten. Der Anbieter setzt allerdings mehr auf Hauswirtschaft und häusliche Betreuung. Die Kunden werden damit akquiriert, dass eine Schwester zu einer festen, stundenweisen Betreuung erscheint – und nicht im Minutentakt Pflegeleistungen absolviert – so die Werbung des Anbieters.

Auch andere Unternehmen haben diese Methode des Franchise für sich entdeckt. Neben amerikanischen Unternehmen, die auch klassische medizinische ambulante Pflege anbieten möchten, gibt es auch bei deutschen Investoren die Überlegung, Franchise-Systeme aufzuziehen.

Für den Franchisenehmer liegen die Vorteile auf der Hand: Er hat keine hohen Anfangsinvestitionen wie zum Beispiel den Kauf eines ambulanten Pflegedienstes und bekommt dennoch eine bestehende Struktur zur Verfügung gestellt. Dabei bleibt der Franchisenehmer Unternehmer. Nachteile sind die hohe Abhängigkeit und ein geringerer Entscheidungsspielraum.

Wir werden den Markt weiter beobachten und Sie über neue Trends auf dem Laufenden halten.