Es droht weiter Stillstand in der Pflege

 Das Ringen um eine Pflegereform bzw. deren Eckdaten geht weiter. Leider bewegen sich Union und SPD nur im Kreis und kommen nicht auf den Kern der Sache. Zwar konnten ein paar Einigungen erzielt werden – leider aber nicht beim wichtigsten Thema, nämlich der Finanzierung. 

Selbst noch in der Schlussphase der Koalitionsverhandlungen ist bei Union und SPD in finanzieller Hinsicht keine Einigung zu erkennen. Immerhin aber konnte bei folgenden Punkten bereits eine Einigung erfolgen, die auch flugs als Erfolgsmeldungen an die Öffentlichkeit verkauft werden. 

Beide Parteien machen sich dafür stark dass die Lage für die Pflegebedürftigen grundlegend verbessert werden muss. Auch die Arbeitssituationen für Pflegekräfte sollen angehoben werden, was sie sich durch die Beitragserhöhungen der Pflegeversicherung von 0,5% versprechen. 

Ebenso wäre vorstellbar die Überprüfungssituationen der ambulanten und stationären Einrichtungen unbürokratischer zu gestalten. Die Dokumentationslasten könnten so  gesenkt werden. 

Auch für die demenziell erkrankten Menschen soll es im Bereich der Betreuungsleistungen noch einen Aufschwung geben, um deren Lebensqualität noch mehr zu fördern. 

Aus Sicht der Redaktion sind dies Thesen, die sich natürlich vortrefflich in der Öffentlichkeit als „Erfolge in den Koalitionsverhandlungen“ verkaufen lassen. Nur bleibt für uns Branchenkenner im Dunkeln, wie alle diese Wohltaten von einer Beitragssteigerung um 0,5 Prozentpunkte in der Pflegeversicherung geschaffen werden sollen.