Ein 1. Schritt: das Gesetz gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege wurde beschlossen

Das Gesetz setzt wichtige Vorhaben der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege um, die im Dezember letzten Jahres unterzeichnet worden war (wir berichteten). Vor allem die Möglichkeit, die Altenpflegeausbildung unter bestimmten Voraussetzungen zu verkürzen, ist ein gelungener Beschluss. 

Auch der Trägerverband „Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste“ (bpa) begrüßte das am 21.Februar beschlossene Gesetz. Der bpa hat – wie viele andere auch – bereits seit Jahren auf den Fachkräftemangel hingewiesen. Laut dem Trägerverband liefert das Gesetz konkrete Maßnahmen, um die dringend benötigten Fachkräfte zu gewinnen. 

Das Gesetz sieht unter anderem Folgendes vor: 

  • Die Altenpflegeausbildung für staatlich anerkannte Pflegehelfer und Pflegehilfskräfte mit 2-jähriger Berufserfahrung und Eignung wird auf bis zu 2 Jahre verkürzt.
  • auch anderen Berufsgruppen wie beispielsweise den Heilerziehungspflegern wird eine Ausbildungsverkürzung aufgrund von bereits absolvierten Ausbildungsinhalten ermöglicht.
  • Die Ausbildungsinhalte und Prüfungsanforderungen bleiben gleich. 

Gerade für Menschen, die eine Umschulung anstreben, ist die Möglichkeit der Verkürzung ein starker Anreiz. Umgekehrt kann es die Träger von Altenpflegeeinrichtungen motivieren, mehr Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Schließlich ist die Aussicht, nach 2 Jahren eine voll ausgebildete und anerkannte Fachkraft zu bekommen, sehr attraktiv. 

Die Bundesregierung begründet das Gesetz mit dem ständig steigenden Fachkräftebedarf aufgrund des demografischen Wandels. Da der Schwerpunkt des Gesetzes auf der Aus- und Weiterbildung liegt, sollen zum einen die Ausbildungszahlen jährlich um 10 % steigen und zum anderen bis zu 4.000 Pflegehelfer für eine Nachqualifizierung zur Pflegefachkraft gewonnen werden. Diese Nachqualifizierung soll durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden.