Der Gedanke des Case-Management wird von Deutschland nach Europa getragen

Case Management ist in Deutschland ein fester Begriff. Dieses Konzept hat sich im Gesundheitswesen in den letzten Jahren fest etabliert.  Erstaunlicher Weise ist Case-Management in anderen Ländern als konzeptioneller Ansatz eher unbekannt. Ein Projekt, welches aus EU-Mitteln, finanziert wird, soll das jetzt ändern. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld, arbeitet dabei mit Partnern aus Slowenien, Lettland, Polen, Griechenland und Großbritannien zusammen. 

Unter Case-Management versteht man eine am Einzelfall orientierte Patientenarbeit. Dieses Fallmanagement steuert die gezielte Arbeit mit dem Kunden sowie die Leistungsprozesse der unterschiedlichen Akteure im Versorgungssystem. Case-Management findet sich nicht nur im klassischen Gesundheitswesen, sondern auch in Arbeitsbereichen wie Beschäftigungsförderung, mit schwer vermittelbaren Menschen sowie in der sozialpädagogischen Familienhilfe. 

Die Projektpartner Lettland, Slowenien, Polen und Griechenland sollen das Handlungskonzept „Case-Management“ kennen lernen. Die Partner sollen so befähigt werden, individuelle länderspezifische Probleme bei den Themen Gesundheit und Beschäftigungsförderung in den Griff zu bekommen. Case-Management wird in den oben genannten Ländern als ein innovativer Ansatz gesehen. 

Das Projekt soll vor allem dazu führen, das Denken weg von einer Problemorientierung hin zu einer Lösungsorientierung führen. Ferner soll Case-Management hin zu einem Ressourcenmanagement führen. Damit sollen schlussendlich sämtliche Steuerungsmaßnahmen effizienter werden. Das Fernziel ist es auch, unmittelbar für Beschäftigungsförderung zu sorgen: In den Partnerländern sollen im Zuge des Projektes zertifizierte Case-Manager ausgebildet werden. So wird diesen künftigen Fachleuten der Weg auf den gesamteuropäischen Arbeitsmarkt geebnet.