Bundesminister will schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland

Der Fachkräftemangel beherrscht nicht nur unsere Pflegebranche. Auch andere Berufszweige ärgern sich über die schleppende Anerkennung von Abschlüssen zugewanderter Mitbürger. Diese Tatsache ruft den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf den Plan. Er fordert nun eine deutliche Lockerung der Zuwanderungsregelungen, um dem Fachkräftemangel in der Pflege auf die Sprünge zu helfen. 

Der Minister erklärte jüngst gegenüber einer überregionalen Tageszeitung, dass er eine „deutliche Lockerung der Zuwanderungsregeln für ausländische Pflegekräfte“ fordert. Er beklagt sich darüber, dass Medizinern die Zuwanderung leichter gemacht wird als Pflegekräften. 

Aufgrund des sich immer mehr verschärfenden Fachkräftemangels in der Pflege gibt Bahr zu, dass vermehrte Zuwanderung das Problem nicht lösen wird. Allerdings ist die Medizin schon weiter. Dort ist aus Sicht des Ministers die Zuwanderung bereits erheblich erleichtert worden. Wenn dies auch für die Pflege geschieht, kann der Fachkräftemangel zumindest gelindert werden. 

Allerdings lehnt der Koalitionspartner CDU/CSU Erleichterungen für die Pflege zunächst ab. So bleiben die Hürden hoch. Bahr fordert aber, dass die Vorrangprüfung für Pflegekräfte fallen muss. Bei der so genannten Vorrangprüfung sucht  die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) nach inländischen Arbeitskräften für die Stelle. Wird niemand gefunden, konnte für den jeweiligen Bewerber aus dem Ausland die Zustimmung erteilt werden. 

Der Bundesgesundheitsminister nimmt zudem Bezug auf das eine Milliarde schwere Notfallpaket für Kliniken, welches gerade vom Bundestag verabschiedet wurde. Hier erwartet Bahr, dass die Gelder für die Schaffung zusätzlicher Pflegestellen genutzt werden. Auch zu den Löhnen äußert sich der Minister. Diese könnten noch besser werden. 

Wohl wahr, Herr Minister...