Berliner Senator sagt dem Fachkräftemangel in der Altenpflege den Kampf an

Wie wir in unserer heutigen Ausgabe berichten, mündete die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive jetzt in ein entsprechendes Gesetz. Dem Berliner Gesundheitssenator Czaja geht dies nicht weit genug: Er würde sich eine Ergänzung des Gesetzes um seine „Berliner Kompetenzoffensive“ freuen. Dies aber wurde abgelehnt. Schade eigentlich, denn der Ansatz klingt viel versprechend. 

Der Senator lobte es, als im Dezember 2012 von 4 Bundesministerien und verschiedenen Trägerverbänden die Vereinbarung zur Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive unterzeichnet wurde. Weniger begeistert war Czaja allerdings, dass seine „Berliner Initiative“ abgelehnt wurde. 

Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Pflegehelfer ohne Ausbildung berufsbegleitend zu qualifizieren. Dahinter steckt ein Schulversuch der Vitanas Akademie, der folgende Merkmale aufweist: 

  • Die Ausbildung ist berufsbegleitend und verkürzt.
  • Die Kompetenzen werden modular vermittelt.
  • Die Ausbildung verläuft kompetenzbasiert. 

Dieser Schulversuch läuft bereits seit 2011 sehr erfolgreich. Der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe unterstützt den Senator. Aus seiner Sicht wird jeder Einzelne in der Pflege gebraucht. Zudem werden die Angebote der Vitanas angenommen. Damit es Nachahmer für dieses Schulungsangebot gibt, müssten die Politik und der Gesetzgeber Unterstützung leisten, so der bpa-Mann weiter. 

Aus Sicht der Redaktion bleibt zu wünschen, dass der Senator nicht aufgibt und weiter für das Projekt kämpft. Jeder viel versprechende Ansatz wird zur Linderung des Fachkräftemangels benötigt!