AOK Nordost stärkt ärztliche Versorgung in Heimen

Die AOK Nordost führt ein durchaus sinnvolles Projekt durch – wenn auch nicht ganz uneigennützig. Mit dem Programm "Careplus" stellt die Krankenkasse in Berlin und Brandenburg die ärztliche Versorgung in Pflegeheimen sicher. Auch Notfälle sind geregelt. Durch das Projekt profitieren mehrere Seiten.

Kernstück des Projektes „Careplus“ ist, dass etwa 1900 Pflegebedürftige in Berliner und Brandenburger Heimen eine spezielle ärztliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung erhalten. Mittlerweile bekommt die AOK Nordost Unterstützung durch einen neuen Beirat. Dieser berät die Kasse bei der Weiterentwicklung von „Careplus“.

Dieser Beirat hat die Aufgabe, legt Ziele, Inhalte und Verfahren der Qualitätssicherung festzulegen. Darüber hinaus fragt er in regelmäßigen Abständen die Zufriedenheit aller Beteiligten ab.

Vorläufer des Projektes "Careplus" ist das "Berliner Projekt". Inhalte sind folgende: 

  • niedergelassene Ärzte betreuen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen Bewohner in bestimmten Heimen dauerhaft mit einer regelmäßigen wöchentlichen Visite
  • Diese Ärzte sind im Notfall 24 Stunden erreichbar
  • Dazu sind Physiotherapeuten in das Projekt involviert

An dem Projekt nehmen derzeit 49 Einrichtungen mit insgesamt 1900 Bewohnern und 51 Ärzte teil.

Natürlich betreibt die AOK Nordost das Projekt nicht aus Nächstenliebe. Vielmehr sollen durch die ärztliche Präsenz und Verfügbarkeit kostspielige Krankenhauseinweisungen vermieden werden. Aus Sicht der Redaktion ist die Idee allerdings gut: Schließlich profitieren auch die Heimbewohner davon. Wer möchte schon gern in ein Krankenhaus. Ferner kann die Versorgungsqualität in den stationären Einrichtungen durch die bessere Verfügbarkeit von Ärzten steigen.