Kunden wünschen sich neue innovative Dienstleitungen neben der Pflege

Mit Pflege locken Sie keine Katze mehr hinter dem Ofen vor. Pflege kann jeder Anbieter auf dem Markt. Mit „guter Pflege“ als einzigen Werbeslogan bekommen Sie weder eine gute Belegung (stationär) noch schießt Ihr Kundenstamm (ambulant) durch die Decke. Damit Sie für Neukunden attraktiv sind und für Ihre bestehenden Kunden attraktiv bleiben, müssen Sie sich über neue Dienstleistungsangebote Gedanken machen. Eine Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus dem Jahre 2011 bestätigt genau diese These. 

Die GfK hat dazu 300 Interviews mit über 40-jährigen Menschen geführt. Diese Menschen empfangen so genannte „nicht-medizinische Gesundheitsdienstleitungen“. Folgende Ergebnisse kamen dabei unter anderem heraus:

  • 40% der Befragten erwarten für sich einen steigenden Bedarf an diesen Leistungen
  • Das bislang abgefragte Leistungsportfolio umfasst haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Lieferservices
  • Darüber hinaus werden Angebote zur Freizeitgestaltung gewünscht
  • Die Befragten schätzen zudem Kontrollanrufe, um die gesundheitliche Verfassung abzufragen 

Die Befragung ergab ferner, dass die Leistungsempfänger mit ihren jeweiligen Dienstleistungserbringern sehr zufrieden sind. Am häufigsten werden diese oben genannten Dienstleistungen tagsüber von Montags bis Freitags am häufigsten in Anspruch genommen. Die Finanzierung erfolgt zum Teil privat oder bei Vorliegen einer Pflegestufe über die Pflegekassen. Für Anbieter im ambulanten Bereich tun sich damit große Chancen auf: Zum einen können ambulante Dienste schon vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit mit der Versorgung beginnen und somit umsatzstarke Kunden von morgen binden. Zum anderen können die Pflegedienste die sich bietenden Chancen der verbesserten Demenzbetreuung ab 2013 laut Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) voll ausnutzen. Aber auch stationäre Einrichtungen können ihren Privatleistungskatalog deutlich auswerten: Die Ergebnisse der beschriebenen Untersuchung der GfK dürfte auch auf bereits pflegebedürftige Senioren im Heim zutreffen. Auch diese dürften Bedürfnisse haben, die im Rahmen der vereinbarten Leistungen zu Pflege, Unterkunft und Verpflegung nicht ohne weiteres abzudecken sind.