Endlich Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf internationalem Niveau

Die Universität Witten-Herdecke startet Anfang nächsten Jahres ein so genanntes „Philosophal Doctor“ (Ph.D.)-Programm. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, die verbesserte internationale Anschlussfähigkeit der Promotion in der Pflegewissenschaft zu erreichen. Ferner sollen damit die Perspektiven für die Pflegeforschung verbessert werden. 

Der Ph.D. baut international auf den Masterabschluss auf. Dieser Titel ergänzt damit die bisherige Systematik mit Bachelor- und Masterabschlüssen. Ziel ist es, die  Absolventen n durch das Studium auf Laufbahnen innerhalb der Hochschule vorzubereiten. Ferner soll die Ausbildung darauf vorbereiten, später auch außeruniversitäre wissenschaftliche Leitungspositionen zu bekleiden.   

Der Unterschied zwischen dem Ph.D. und einem „Dr. rer. Medic oder Dr. rer. Cur. Ist der, dass der Ph.D. eine höhere Wertigkeit im Ausland genießt. Dieser Titel steht noch über dem klassischen deutschen Doktortitel. In Deutschland ist es so, dass der Erwerb des Doktortitels kaum geregelt ist und basiert auf eher unstrukturierten Absprachen zwischen Doktorand und Doktorvater. Beim Ph.D. ist es hingegen so, dass international ein grundlegendes Verständnis herrscht, welche Qualifikation dem Titel zugrunde liegt. 

Die Uni Witten-Herdecke legt ihr Ph.D.-Programm wie folgt an:

  • Es gibt viermal im Jahr einen dreitägigen Kurs
  • Es finden inhaltliche Diskussionen über Promotionen, Pflegewissenschaft und gesellschaftlich und gesundheitspolitisch relevante Themen statt
  • Die Anwärter erhalten hochwertigen methodischen und forschungsethischen Input
  • Es wird selbst organisiertes Lernen gefördert
  • Die Anwärter sind in Lerngruppen organisiert
  • Die Anwärter werden durch ein Professorenteam individuell betreut 

Das gesamte Programm ist auf drei Jahre angelegt. Der Vorteil dabei ist, dass die Promotionszeit von vorn herein absehbar ist. Dies ist in Deutschland bislang nicht der Fall. Die Uni Witten-Herdecke beteiligt sich durch dieses Programm daran, die deutsche Pflegewissenschaft weiter an international übliches Niveau heranzuführen.