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Indikatoren für Ergebnisqualität in der stationären Pflege weiter in der Diskussion

„Je mehr, desto besser“ – nach diesem Motto hagelt es bei den MDK-Prüfungen Einsen, wenn die Dokumentationsmappen schön prall gefüllt sind. Langsam dämmert es aber sogar den Kassen, dass Papier noch lange kein brauchbarer Qualitätsindikator für Pflegeleistungen ist Im September führten die Vertragsparteien nach § 113 SGB XI eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Indikatoren für Ergebnisqualität in der stationären Pflege“ durch. Es ging die Frage, wie zukünftig die Messung der Qualität der Leistungen von Pflegeheimen erfolgen soll. Besonders die Ergebnis- und Lebensqualität der Heimbewohner standen hier im Mittelpunkt.

Durch die Umsetzung des PNG drohen erhebliche Mehrkosten

In wenigen Monaten tritt das Pflege-Neuausrichtungsgesetz in Kraft. Der an sich gute Aspekt, dass die Leistungen für Demenzkranke erhöht werden, ist unbestreitbar. Ärgerlich nur, dass unsere Politiker nicht rechnen können. Nach Berliner Arithmetik werden im nächsten Jahr nur etwa 330 Millionen Euro an Mehrausgaben fällig. Fakt ist aber, dass die Versicherten Anspruch auf Leistungen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro haben.

Transfersummen in der häuslichen Intensivpflege

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wurde jüngst eine aufsehenerregende Reportage ausgestrahlt: Laut dieser werden für lukrative Intensivpatienten regelrechte Ablösesummen gezahlt und weniger lukrative Patienten aussortiert. Angeblich werden für Patienten zwischen 40.000 und 60.000 Euro im Monat gezahlt. Die Meinungen hierzu sind unterschiedlich.

Explodierende Benzinpreise setzen ambulante Pflegedienste unter Druck

Der Berliner AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheits-pflegeeinrichtungen e.V. (AVG) schlägt Alarm: Seit zehn Jahren sind die Benzinpreise um 65% gestiegen – Diesel sogar um 80%. Dies setzt ambulante Pflegedienste mehr und mehr unter Druck. Schließlich sind die Autokosten nach den Personalkosten die höchsten in einem ambulanten Pflegedienst.

Gericht bestätigt die Zulässigkeit des „Pflege-TÜV“

Die Pflegenoten dürfen veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung des Pflege-Transparenzberichtes durch die Kassen ist damit zulässig. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (NRW) hat dies in der vorletzten Woche entschieden. Die Veröffentlichung sei für Betroffene und deren Angehörige eine Hilfe, so das Gericht.

Mangel an Gesamtstrategie zum Infektionsschutz in Krankenhäusern

Was man in der stationären und ambulanten Altenpflegeeinrichtungen schon immer ahnte, ist nun Gewissheit: Auch in Krankenhäusern herrschen Hygienemängel. Aufgrund von Personal-, Geld- und auch mangelndem Informationsfluss sehen sich Krankenhäuser außerstande, Hygienemaßnahmen vernünftig umzusetzen. Das ist das erschütternde Ergebnis einer Online-Umfrage, die die Initiative Infektionsschutz jüngst durchgeführt hat.

Endlich Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf internationalem Niveau

Die Universität Witten-Herdecke startet Anfang nächsten Jahres ein so genanntes „Philosophal Doctor“ (Ph.D.)-Programm. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, die verbesserte internationale Anschlussfähigkeit der Promotion in der Pflegewissenschaft zu erreichen. Ferner sollen damit die Perspektiven für die Pflegeforschung verbessert werden.

Berliner Heimaufsicht schafft Bürokratiemonster

Tröpfchenweise entwickeln die einzelnen Bundesländer eigene Prüfkataloge, um die Umsetzung der nun länderspezifischen Heimgesetze in den einzelnen Einrichtungen zu prüfen. Nun hat auch Berlin zu Beginn des zweiten Halbjahres 2012 seine neue Richtlinien zu den Prüfungen der Heimaufsicht im Rahmen des Wohnteilhabegesetzes (WTG) veröffentlicht.

Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege“ wird aktualisiert

Seit über 10 Jahren werden für die Pflege Expertenstandards entwickelt und auch überarbeitet. Bereits im letzten Jahr hat das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) in Osnabrück nun mit der regulären Aktualisierung des Expertenstandards „Sturzprophylaxe in der Pflege“ begonnen.

Prüfungsvorbereitungskurse für ausländische Fachkräfte

Auf der einen Seite leidet Deutschland am Fachkräftemangel – auf der anderen Seite werden Ressourcen nicht ausgeschöpft. Mittlerweile gibt es genug Einwanderer, die in ihren Heimatländern die Berufsausbildung zur Pflegefachkraft abgeschlossen haben und entsprechende Berufserfahrung gesammelt haben. Nun aber versucht das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) diesem unbefriedigendem Zustand Abhilfe zu schaffen.

Heime können Begleitung zum Arzt in Rechnung stellen

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim hat entschieden, dass die Begleitung von Heimbewohnern zum Arzt seitens der Heime in Rechnung gestellt werden kann. Diese Einzelfallentscheidung kann aber weitreichende Auswirkungen über diesen Einzelfall in Baden-Württemberg hinaus haben.

Konjunkturrisiko Pflege-Engpass

Nun schlägt auch die Wirtschaft angesichts aktueller Zahlen zum Bedarf an Pflege-Fachkräften Alarm. Der Mangel an Personal könnte die Konjunktur hart treffen, sollte jetzt nicht gegengesteuert werden, so der Tenor. Warum dies so ist, erklären führende Experten aus der Wirtschaft

Arbeitsagentur kritisiert Länder wegen Fachkräftemangels in der Pflege

Der Fachkräftemangel und der Kampf um die besten Köpfe ist seit geraumer Zeit das vorherrschende Thema in der Pflegelandschaft. Die verschiedenen Akteure in der Branche schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu. Jetzt greift auch noch die Arbeitsagentur in die Diskussion ein: Ein Vorstandsmitglied wirft den Bundesländern vor, seit Jahren nichts gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen.

Anpassung der Pflegenoten ist dringend nötig – Die Kassen setzen auf schnellen Erfolg durch die Schiedsstelle

Wie schon in einer dieser Ausgaben berichtet, tut sich was hinsichtlich der Reform der Pflegenoten. Der GKV-Spitzenverband setzt sich bereits seit einiger Zeit für eine Überarbeitung des geltenden Notensystems ein. Da die Einrichtungsvertreter bislang die Vorschläge der Kassenseite ablehnen, rufen diese nun die Schiedsstelle an. Dennoch zeigt sich die GKV bereit, parallel mit den Leistungserbringern weiter zu verhandeln.

Deutsche haben keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung im Ausland

Schock für manche Rentner, die sich auf die Leistungen der sozialen Pflegversicherung gefreut haben: Die deutsche Pflegeversicherung muss Bürgern, die im Ausland leben, nicht die Pflege zahlen. Eine entsprechende Klage der EU-Kommission gegen diesen Tatbesttand wies der Europäische Gerichtshof (EuGH) zurück. Laut dem EuGH seinen finanzielle Nachteile kein Verstoß gegen geltendes europäisches Recht.