Verbände schreiben offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Rösler

03.01.2011

2 Trägerverbände (VDAB und ABVP) haben jüngst einen offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler geschickt. Beide Verbände hatten die Neuverhandlungen der Transparenzkriterien vor kurzemscheitern lassen. In diesem offenen Brief geht es darum, dass der von den beiden Verbänden vorgeschlagenen Lösungsweg zu fairen und aussagekräftigen Transparenzvereinbarungen zu unterstützen. Der Brief hat im Kern folgenden Inhalt:

Der Wille der damaligen Bundesregierung, Qualität von Pflegeeinrichtungen für jedermann sichtbar zu machen, wurde zur Quadratur des Kreises. Binnen 3 Monaten wurde ein System geschaffen, für das es weltweit keine Vergleichskriterien gibt. Dennoch trugen die beiden Trägerverbände den dann gefundenen Konsens zunächst mit.

VDAB und ABVP wenden sich gegen die Gesamtnote

In dem offenen Brief führen die beiden Verbände weiter aus, dass Pflegewissenschaftlerinnen in einer Studie festgestellt haben, dass das derzeitige System ungeeignet ist. Insbesondere die Gleichstellung von infrastrukturellen Kriterien (z.B. die Optik des Speisesaals) mit pflegerischen Kriterien, die zu einer Gesamtnote führen, ist ungeeignet. Insofern plädieren die Verfasser des offenen Briefes zur Abschaffung der Gesamtnote. Die in Verhandlungen angestrebte Gewichtung von Kriterien zu pflegerischen Risiken hätte nur dieVerschlechterung der Gesamtnote zur Folge und soll der Öffentlichkeit strenge Prüfungen suggerieren. Am eigentlichen Ziel – der Transparenz für die Verbraucher gehe dieses System mit Gesamtnote aber vorbei, so der Tenor des offenen Briefes.