Der MDK verliert sein Prüfmonopol

Berlin, 04.03.2011

Pflegeeinrichtungen können künftig andere Anbieter beauftragen, ihre Qualität zu überprüfen. Neben der verpflichtenden Veröffentlichung des Transparenzberichtes („Pflegenoten“) dürfen die Einrichtungen auch den Bericht dieser zweiten Prüfinstanz veröffentlichen. Diese Prüfinstanzen müssen akkreditiert sein und können Prüfungen auf der Basis von DIN EN ISO 9001 und EFQM durchführen. Bedingung an die Prüfungen sind ferner, dass die Anforderungen der Mindestfragen aus der Qualitätsprüfungsrichtlinie (QPR) berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus sind die Prüfungen nach dem anerkannten Stand der medizinisch-pflegerischen Erkenntnisse sein sowie den gemeinsamen Grundsätzen und Maßstäben zur Qualität folgen. 

Seit 3 Jahren geltendes Recht wird endlich umgesetzt

Schon in der Neufassung des 11.Sozialgesetzbuches von 2008 wurde im Paragraf 114, Absatz 4 festgelegt, dass die Einrichtungen auf andere Prüfverfahren zurückgreifen können. Nun hat endlich die SchiedsstelleAnforderungen an die alternativen Prüfverfahren festgelegt. Sie haben also nun grünes Licht, sich durch andere Anbieter einer Qualitätsprüfung im Bereich der Struktur- und Ergebnisqualität zu unterziehen.

Doch Vorsicht ist generell bei einem Punkt geboten: Auch wenn Sie sich einer alternativen Prüfung unterziehen, kommt der MDK jährlich zu Ihnen und überprüft zumindest die Ergebnisqualität. Hier ist der Paragraf 114, Absatz 4, Satz 3 eindeutig.